Jan Esra Kuhl

Eine Melodie bildet zeitlich verschoben ihre eigene Gegenstimme – die Faszination für dieses kontrapunktische Prinzip und die mit ihm verbundenen satztechnischen Herausforderungen hat eine lange Tradition. Beeindruckende Beispiele für Kanon-Kompositionen finden sich u.a. bei Ockeghem, Palestrina und J. S. Bach. Im 20. Jahrhundert haben u.a. Conlon Nancarrow und György Ligeti das Kanonprinzip aufgegriffen und sind mit ihm in ungeahnte musikalische Sphären vorgedrungen. Ausgewählten Werken dieser beiden (und weiterer) Komponisten, so z.B. Ligetis Lux aeterna und Nancarrows Studies for Player Piano, werden wir uns im Kurs analytisch widmen und ausgehend davon eigene kompositorische Arbeiten in Angriff nehmen.

Keine Einschreibung über Moodle.

Möglichkeit einer Klausur am Ende des SoSe 2023