H. Schmidt
Do/Fr n. V. G 417

Wahlmodul WTW 181 (BA) bzw. WTW 283 (MA)
Vor allem für Studierende der Fachrichtungen Blasinstrumente, Streichinstrumente und Klavier

Gegenstand des Lehrangebots ist die in Konzerten des 18. Jahrhunderts geforderte Kadenz, die in den bekannten Lehrwerken
der Zeit übereinstimmend als 'ein in Form einer Fantasie hergestellter Abriss wichtiger Gedanken eines Tonstücks' definiert
wird, bei dessen Erarbeitung grundlegende, für die Verbindung von Harmonien und die Behandlung von Dissonanzen geltende
Regeln zu berücksichtigen sind.
Ausgehend von einer Zusammenfassung der in diesen Werken dafür aufgestellten Regeln wird gezeigt, inwieweit einige aus
dem 18. Jahrhundert überlieferte Kadenzen diesen Regeln entsprechen.
Daran anschließend werden einige in jüngerer Zeit nachkomponierte Kadenzen, wie sie vor allem in Druckausgaben, aber auch
in CD-Einspielungen hervorragender Interpreten (Sabine Meyer, Albrecht Mayer) zugänglich sind, einer kritischen Analyse
unterzogen.
Schließlich werden die dabei gewonnenen Erkenntnisse zur Erarbeitung eigener Kadenzen zusammengeführt.